Pädagogische Hochschule

Kompetenzen im Schulfach Musik

Im Lehrplan 21 werden alle Anforderungen an die Schülerinnen und Schüler als Kompetenzen formuliert. Siehe Lehrpläne.

in CH-Lehrplänen:

Verhaltensformen im Musikunterricht nach Dankmar Venus (Unterweisung im Musikhören, Wilhelmshaven 1969):

  1. Rezeption
  2. Transformation
  3. Produktion
  4. Reproduktion
  5. Reflexion

Das vorliegende Material in den akutellen CH-Lehrplänen legte nahe, Venus’ Modus «Reflexion» in einen Bereich «Reflexion und Information» sowie einen Bereich «Fertigkeiten und Musiklehre» aufzuteilen. Beiträge zu allgemeinen Bildungszielen sowie fächer- und bereichsübergreifende Aktivitäten machen den letzten Bereich aus. Diese Einteilung widerspiegelt in groben Zügen die Einteilungen, mit denen die Lehrpläne ihre Lernziele systematisieren:

  1. Rezeption
  2. Transformation
  3. Produktion
  4. Reproduktion
  5. Reflexion und Information
  6. Fertigkeiten und Musiklehre

OECD Standards:
Das Fach spannt sich in zwei Hauptdimensionen auf: Gestaltung (produktiv und reproduktiv) und Wahrnehmung. Dazu kommen meist weitere Dimensionen, die das Nachdenken über Musik und/oder musikalische Fertigkeiten und Kenntnisse thematisieren. In den angelsächsischen Ländern hat das eigenschöpferische Element einen hohen Stellenwert und wird als eigener Bereich ausgewiesen.Abgeleitet aus diversen Lehrplänen ergeben sich die folgenden Kompetenzfelder:

  1. Produktion (komponieren, improvisieren, erfinden)
  2. Reproduktion (singen, musizieren, interpretieren, begleiten)
  3. Hören und Verstehen
  4. Kenntnisse und Fähigkeiten
  5. Weitere

Im Vergleich mit den Lernbereichen und Umgangsweisen in den Curricula anderer Länder zeigte sich trotz dem Fehlen eines internationalen Referenzrahmens eine grosse Übereinstimmung in den Grundzügen des Faches, die jedoch regional unterschiedlich akzentuiert werden. Es kristallisierten sich drei Bereiche heraus, in denen Kompetenzmodelle zu entwickeln sind:

  1. Kompetenz des Musikmachens (Singen, Musizieren, aber auch Improvisieren, Komponieren und die Umsetzung in andere Gestaltungsformen, zum Beispiel in Bewegung)
  2. Wahrnehmungskompetenz
  3. kulturelle Kompetenz

US Standards:
Die US-amerikanischen National Standards for Arts Education wurden 1994 von der National Association for Music Education formuliert wurden. So betreffen die ersten beiden Standards das Singen und Musizieren, während Standard 3 und 4 Improvisieren, Komponieren und Arrangieren zum Inhalt haben. Die Bedeutung der beiden Standards 3 und 4 ist nicht unumstritten. Bei einer kürzlich von der National Association for Music Education MENC (Hoffer et al. 2007) in Bezug auf die 1994 implementierten National Standards for Arts Education durchgeführten Online-Umfragewurden Stimmen laut, die vorschlugen, mangels entsprechender Unterrichtsgelegenheiten die hohen Anforderungen im Bereich «Creating» mit den Standards für «Improvising», «Arranging» und «Composing» zu verringern oder ganz zu streichen. Die weiteren fünf Standards thematisieren den Umgang mit Musik inklusive Notation, Beurteilen und Kultur.Die amerikanischen Standards von 1994 haben folgenden Wortlaut:

  1. Singing, alone und with others, a varied repertoire of music.
  2. Performing on instruments, alone and with others, a varied repertoire of music.
  3. Improvising melodies, variations, and accompaniments.
  4. Composing and arranging music within specified guidelines.
  5. Reading and notating music.
  6. Listening to, analyzing, and describing music.
  7. Evaluating music and music performances.
  8. Understand relationship between music, the other arts, and disciplines outside the arts.
  9. Understanding music in relation to history and culture.

Lehrpläne

siehe Übersicht Lehrpläne