Pädagogische Hochschule

Unterrichtsentwicklung, Lehrmittel und Lernumgebungen

 

Die Professur Musikpädagogik im Jugendalter widmet sich in einer Reihe von Projekten und Aktivitäten dem Thema Unterrichtsentwicklung, Lehrmittel und Lernumgebungen. Auch diese Arbeiten findet im Rahmen des ISEK Forschungsschwerpunktes  „Aufgabenkulturen“ statt und greift die aktuelle Diskussion um Kompetenzorientierung, Aufgabenstellungen und Inhalte auf.

 

Im Projekt zur Entwicklung von (Selbst-)Lernumgebungen für das Schulfach Musik werden in Kooperation mit Experten, Praktikern und Studierenden in einer «Design Based Research» Lernumgebungen konzipiert, evaluiert und weiterentwickelt. Zu den Partnern zählen das Institut Primarstufe und das Institut Vorschul- und Unterstufe, sowie die PH Schwyz. Ein erster Schritt ist die Entwicklung einer Lernumgebung zum Thema «Hören – Singen – Musizieren».

 

Einige Projekte widmen sich der menschlichen Stimme. Der  „Basischeck Stimme“ ist  ein Werkzeug für Musiklehrpersonen zur Eruierung der stimmlichen Verfassung von Schülerinnen und Schülern als Grundlage für ein individuelles Feedback und als Unterstützung bei der Unterrichtsvorbereitung. Die Zielstufe ist die Sekundarstufe I, wo sich die Sing- und Sprechstimmen stark verändern und entwickeln. Das Projekt „Sprechstimme –Singstimme“, eine Kooperation mit dem Institut für spezielle Pädagogik der PH FHNW, nimmt die Stimme als Ganzes ins Visier und hat zum Ziel, die Wichtigkeit des Themas und geeignete Methoden der Stärkung und Pflege der Stimme während der Ausbildung von Lehrpersonen aufzuzeigen.

 

Weitere Aktivitäten widmen sich dem Thema Musikhören im Unterricht der Sekundarstufen und der Förderung des gezielten Musikhörens im Unterricht. Unter anderem besteht ein Mangel an Erfahrung mit geeigneten Zugängen und Methoden. Ziel ist es, ein Lehrwerk mit musikdidaktischem Input und Reflexionen zum Thema „Musikhören im Unterricht der Sekundarstufen“ zu entwickeln, welches auch in Weiterbildungen eingesetzt werden kann.

 

Über das Thema Schulraumakustik sehen wir für die Musikpädagogik auch eine Aufgabe in Bezug auf die Räume, in welchen musikalisches Lernen stattfindet. Unsere Absicht ist es, Lehrpersonen, Schulleitung und -Behörden auf mangelhafte Schulraumakustik zu sensibilisieren und sie dazu zu bewegen, in akustische Verbesserungen der Schulräume zu investieren. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler werden dabei selber zu Forscherinnen und Forschern in dem sie die akustische Qualität von Schulräumen messen und beurteilen. Weitere Unterrichtssequenzen zu den Themen Akustik, Physik und Umweltwahrnehmung stützen den MINT-Bezug. Vorgesehen ist die Erstellung eines Lehrmittels mit einer «akustischen Landkarte» der Schweiz, auf welcher Schulräume und ihre akustischen Eigenschaften von den teilnehmenden Klassen eingetragen werden können. Nach Möglichkeit werden akustische Massnahmen selber von den Klassen geplant, konzipiert im Werkunterricht umgesetzt. Zum Thema liegen bereits zwei studentische Arbeiten vor. Mögliche Partner sind die SUVA, die EMPA, Akustikfirmen, der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz sowie externe Universitäten und Fachhochschulen.