Pädagogische Hochschule

Hausaufgaben im Musikunterricht?

Aktuelle Praxis

Hausaufgaben haben im Musikunterricht vielerorts keine Tradition. Mögliche Begründungen im Musikunterricht keine Aufgaben zu geben sind:

  • Die Schüler brauchen den Lehrer der sie begleitet.
  • Es besteht die Gefahr, dass Fehler eingeübt werden.
  • Das Kontrollieren und Korrigieren der Aufgaben nimmt zuviel Zeit in Anspruch. Der Aufwand lohnt sich nicht.
  • Musik ist ein Nebenfach, die Schüler würden die Aufgaben sowieso nicht machen.
  • Fehlende Tradition – es kommt den Lehrpersonen nicht in den Sinn.

 Positive Aspekte von kleinen praktischen Hausaufgaben im Musikunterricht

  • Üben braucht individuelle Zeit.
  • Fertigkeiten können aufgebaut werden, Heterogenität kann etwas abgebaut werden.
  • Praktische Hausaufgaben (z. B. Juba üben) werden auch von den Eltern (Gesellschaft) wahrgenommen.
  • Das Überprüfen der Hausaufgaben ist schnell gemacht (spielen, aufsagen etc. im Plenum, im Wandermusizieren etc.)
  • Individuelle Schwierigkeiten können im Plenum diskutiert und nach Lösungswegen gesucht werden.

Ideen für kleine praktische Hausaufgaben

  • ein Lied (Strophe) auswendig lernen
  • ein Instrumental-Pattern (z. B. Xylo, Piano …) üben (auch ohne Instrument, z. B. mit einer Papiertastatur)
  • Rhythmus-Aufgaben
  • ein Problem lösen (z. B.: wie oft passt der 6er-BodyBeat in das Lied “Anytime I need a Calypso”?)
  • ein Hausaufgabenblatt (ab Mittelstufe) mit vielen Übungen kan wie ein Lehrgang aufgebaut sein: Notennamen anschreiben, Rhythmus klatschen und zählen, Melodie spielen (natürlich auswendig) etc.

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