Pädagogische Hochschule

"Student Showcase": Ein Bericht vom Kolloquium am 07. Mai 2018 in der Orangerie FHNW in Basel

Die Musikpädagogik ist heute mehr denn je von einer enormen Themen- und Methodenvielfalt geprägt. Dies widerspiegelt sich auch in der Ausbildung, welche unsere Studierenden durchlaufen. Um diese Vielfalt der musikpädagogischen Zugänge und der dabei entstandenen Produkte und Projekte aus Fachwissenschaft und Fachdidaktik und die damit verbundenen Leistungen der Studierenden auch nach aussen zu zeigen, wurde in der aktuellen Ausgabe von Musik & Mensch erstmals ein «Student Showcase» durchgeführt, an welchem Studierende der Musikpädagogik ihre Arbeiten aus BA oder MA Modulen sowie IALs & IVAs aus Sek I & II einem interessierten Publikum in anregender Atmosphäre vorstellen.

 

Das Programm war denn auch entsprechend bunt. Zu Beginn rief Matthias Schillmöller in seinem Eröffnungsvortrag dazu auf, den Musikunterricht auch für «verrückte» Erfahrungen zu öffnen, welche neue Zugänge zur Musik und dem Musizieren ermöglichen. Diese können insbesondere durch den Austausch mit anderen Kulturen, die Verbindung mit den Künsten und der Nutzung unterschiedlicher Medien und inszenierungsformen, ermöglicht werden.

 

Nach diesem Impuls gehörte der Abend ganz den Studierenden. Matthias Zuppiger stellte seine Untersuchung zur Entwicklung eines Hör- und Lernportfolios im Rahmen eines Unterrichtsmodules vor. Dominic Lüthy gab einen Einblick in seine IAL, in welcher er dazu aufruft, regelmässig Aufführungssituationen auch jenseits herkömmlicher schulischer Konzertsituationen zu schaffen. Moderiert von Gabriel Imthurn zeigten danach Thomas Tellenbach, Salome Wilhelm, Lukas Setz und Raphael Meng Beispiele für Aufgabenstellungen, welche sie auf der Plattform «Lernumgebungen.ch» entwickelt und dokumentiert hatten. Die Schlussrunde ging an Studierende des neuen Masterfachs Musik. Sarah Dolbik und Samuel Marti stellten eine Unterrichtsplanung vor, welche die Life-Klangerzeugung mit dem Erzählen einer Geschichte über den Basilisken verband. Der Schlusspunkte setzte die interaktive Installation «Berlin in a Loop» von Samuel Marti, welche ebenfalls in einem Mastermodul entstanden war, und es ermöglichte, mittels Berührung von Fotografien verschiedene Soundscapes von Berlin hörbar zu machen.

 

Durch das «Student Colloquium» war es möglich, in komprimierter Form einen authentischen Einblick in die zeitgemässe musikpädagogische Ausbildung zu ermöglichen, wie sie an der Professur für Musikpädagogik im Jugendalter gepflegt und immer weiterentwickelt wird. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Veranstaltung über die kommenden Jahre weiter etabliert und auch ein immer grösseres Publikum erreicht.

Bilder zum Blog (mit Klick sehen Sie das Bild in voller Grösse):